
HANOI
Die Stadt Hanoi ist die Hauptstadt von Vietnam und liegt ganz im Norden von Vietnam direkt am Roten Fluss und nahe der Grenze des weitaus größeren nördlichen Nachbarn China. Nach Ho-Chi-Minh-Stadt ist Hanoi aber nur die zweitgrößte Stadt in Vietnam.
Hanoi ist zudem aber eine der ältesten Hauptstädte von Südostasien und wurde erstmals schon im Jahr 1010 erwähnt. Die Bevölkerung von Hanoi wird vor allem aus Vietnamesen gebildet. Es finden sich aber auch Khmer und Thai, die als einige der insgesamt riesigen Zahl von 53 Volksgruppen zu nennen sind, die in und um Hanoi in der Neuzeit leben.
Erster Anlaufpunkt in Hanoi sind das Mausoleum und das Museum von lieben Onkel Ho, mit vollem Namen Ho Chi Minh, dem Revolutionär und Visionär, der mit seinem Wirken erst die Gründung und Wiedervereinigung des Landes ermöglichte. Die Altstadt beeindruckt mit den im französischen Kolonialstil erbauten Häusern und den vielen kleinen Tempeln und Pagoden, wie z.B. die am Westsee gelegene Tran Quoc Pagode, einer der wohl schönsten Tempelanlagen in Vietnam.
Verkehrstechnische Highlights sind die Train Street, der Dong Kinh Nghia Thuc Kreisverkehr und schließlich die altehrwürdige Long-Biên-Brücke, auf der sich, alltäglich wiederkehrend, eine nicht enden wollende Schlange an Mopeds in die Stadt quält.einigung des Landes ermöglichte. Die Altstadt beeindruckt mit den im französischen Kolonialstil erbauten Häusern und den vielen kleinen Tempeln und Pagoden, wie z.B. die am Westsee gelegene Tran Quoc Pagode, einer der wohl schönsten Tempelanlagen in Vietnam.
HO CHI MINH STADT
Das ehemalige Saigon, wie Ho-Chi-Minh-Stadt bis zum Ende des Vietnamkrieges hieß, liegt im Süden von Vietnam und ist mit ca. 7 Millionen Einwohnern die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum von Vietnam noch vor Hanoi. Ho-Chi-Minh-Stadt erhielt ihren Namen im Jahre 1976, nachdem Nord- und Südvietnam wiedervereinigt worden waren.
Ho-Chi-Minh-Stadt liegt nördlich des Mekong-Deltas am Westufer des Saigon-Flusses. Die Entfernung zum Südchinesischen Meer, das in Vietnam nur als Ostmeer bezeichnet wird, beträgt nur rund 40 Kilometer. Die Ursprünge der Stadt gehen bis in den Zeitraum zwischen dem 1. und 6. Jahrhundert zurück. Das Volk der Khmer gründete hier in einer strategisch günstigen Lage zunächst ein Fischerdorf.
Die heutige Ho-Chi-Minh-Stadt verdankt ihr Erscheinungsbild und ihren Charakter vor allem den französischen Kolonisten. Die Stadt ist somit geprägt durch eine Vielzahl an alten Gebäuden, die im französischen Kolonialstil erbaut sind. Hier sind vor allem das alte Rathaus und natürlich auch die Kathedrale Notre-Dame von Saigon, die ihrem Pariser Gegenstück, der Kathedrale Notre-Dame de Paris, nachempfunden ist, zu nennen. Das gesamte Baumaterial zur Erstellung dieser Kathedrale wurde dabei aus Frankreich eingeschifft.
Weitere Gebäude, die im französischen Kolonialstil sind das heutige Rathaus, das im Jahr 1906 erbaut wurde, und das Stadttheater bzw. Saigon Opera House, dessen Grundsteinlegung im Jahr 1897 erfolgte.
HALONG BUCHT
Die Halong Bucht (vietnamesisch: Vịnh Hạ Long), die im Jahr 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, liegt im Norden von Vietnam im Bereich des Mündungsdeltas des Roten Flusses ins Meer. Sie grenzt seeseitig an den Golf von Tonkin.
Der Name Ha Long bedeutet dabei „Bucht des untertauchenden Drachen“. Nach der vietnamesischen Mythologie soll hier ein Drache mit seinem Schwanz die Felsen zerfurcht haben, als er über das Land strich und dort schließlich im Meer verschwand.
Aus geologischer Sicht besteht die Landschaft dort aus einem Karstgebirge, das im Holozän durch tektonische Absenkungsprozesse langsam im Meer versunken ist. Nur noch die einstigen Bergspitzen ragen aus dem Meer hervor. Das Meer überflutete die zerklüfteten Felsen und so entstanden dann die unzähligen, steil aufragenden und stark zerfurchten kleinen, ca. 1.200 Inseln. Es handelt sich somit um Verkarstungserscheinungen mit einer Vielzahl von Höhlen mit Stalaktiten und Stalagmiten.
HOI AN
Das kleinere Städtchen Hội An liegt etwa in der Mitte des sich am südchinesischen Meer erstreckenden Vietnams. Hội An liegt direkt am Meer am Ufer des Flusses Sông Thu Bồn, der hier ins Meer mündet. Die UNESCO erklärte im Jahr 1999 die Altstadt zum Weltkulturerbe, da die Altstadt als einzige Stadt im Vietnamkrieg der Zerstörung entging.
Die Volksgruppe der Cham gründete das Städtchen im 4. Jahrhundert. Hội An ist vor allem durch chinesische und japanische Bauwerke geprägt. Weiterhin ist Hội An berühmt für die Lampionfertigung und durch das Schneiderhandwerk.
Das berühmteste Wahrzeichen der Stadt ist die Japanische Brücke (Chùa Cầu). Die Brücke stammt aus dem 16. Jahrhundert und verbindet neben den beiden Ufern eines Nebenflusses des Thu Bon auch die japanische und die vietnamesische Architektur. Für frischvermählte Brautpaare finden hier auch die maßgeschneiderte Silhouette für ein Hochzeitsfoto.
Am 14. Tag jeden Lunarmonats wird dabei in der Altstadt das elektrische Licht ausgestaltet. Die Gebäude und auch Hunderte von Booten auf dem Fluss Sông Thu Bồn erstrahlen nun im warmen und bunten Schein Abertausender Papierlaternen.
MY SON
Die antike Stadt Mỹ Sơn liegt ca. 25 km von Hội An entfernt. Die UNESCO erklärte die antike Stadt My Son im Jahr 1999 zum Weltkulturerbe. Zudem war Mỹ Sơn war vom 4. bis zum 13. Jahrhundert religiöse und politische Königshauptstadt der Cham. Die Tempelbauwerke sind vor allem durch hinduistische Stilelemente geprägt.
HUE
Huế liegt ca. 100 km nördlich von Hoi An und ebenfalls direkt am Südchinesischen Meer am Fluss Huong Giang, der dort ins Meer mündet. Die Stadt war die letzte Kaiserstadt und auch bis 1945 die Hauptstadt von Vietnam. Wahrzeichen sind die Zitatelle und die verbotene Stadt, die die beide von der UNESCO im Jahr 1993 zum Weltkulturerbe erklärt wurden.
Die originale Zitatelle wurde aber im Vietnamkrieg von den Amerikanern im Rahmen der Rückeroberung, der von den Nordvietnamesen im Rahmen der Tet-Offensive besetzten Stadt, fast vollkommen zerstört.
Die Zitadelle und die verbotene Stadt wurden dann nach dem Vietnamkrieg wieder fast vollständig rekonstruiert und wieder aufgebaut. Die beiden Wahrzeichen von Hue, die Zitadelle und die verbotene Stadt, wurden danach beide von der UNESCO im Jahr 1993 zum Weltkulturerbe erklärt.
Unweit von Hue liegt die Thiên-Mụ-Pagode. Die Pagode ist Teil eines buddhistischen Klosters und liegt auf einer Anhöhe am nördlichen Ufer des Parfüm-Flusses. Der siebenstöckige Phước Duyên-Turm ist dabei der höchste Turm in Vietnam. Das Kloster besitzt zudem noch eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit, einen alten Austin. Das blaue Auto steht dabei auf der Klosteranlage in einer Garage. In diesem Austin wurde der Mönch Thích Quảng Đức am 11. Juni 1963 nach Saigon gefahren. Aus Protest gegen die Buddhistenverfolgung und Unterdrückung durch den katholischen Diktator Ngô Đình Diệm verbrannte er sich dort auf einer Straßenkreuzung selbst.
MEKONG DELTA
Das Mekong-Delta liegt ganz im Süden von Vietnam und bildet den Abschluss eines durch ganz Südostasien verlaufenden Flusses vom Himalaya bis ins Südchinesische Meer. Der Mekong ist einer der zehn größten Flüsse auf der Erde.
Die Deltaregion wird auch als “Deltaregion des südlichen Landesteils” oder “Der Westen des südlichen Landesteils” bezeichnet. Das Flussdelta ist durch reichlich Sedimente, der der Mekong auf seiner Reise aus dem Himalya mitbringt aufgeschüttet. Die Sedimentablagerungen verschieben auch heute noch die Landgrenze im Jahr um etwa 80 Meter in chinesische Meer hinaus.
Der ca. 4500 km lange Fluss fließt dabei durch insgesamt sechs Länder, darunter China, Laos, Myanmar und Kambodscha, um dann in Vietnam in einem ca. 40.000 km² großen Mündungsdelta im Südchinesischen Meer zu enden. Von den Vietnamesen werden im Delta insgesamt 9 Hauptarme unterschieden, weshalb der Mekong dort auch als Neundrachenfluss bezeichnet wird.
Auf dem Gebiet des Mekongdeltas liegen elf vietnamesische Provinzen. Die Hauptstädte dieser Provinzen besitzen alle eine Einwohnerzahl von größer einer Million. Insgesamt leben dort ca. knapp 20 Millionen Einwohner.
Die Bevölkerung des Deltas besteht überwiegend aus Vietnamesen. Untergeordnet findet man auch die Volksstämme Angehörige der Khmer, Hoa und Cham. Es leben in dieser Region unterschiedlichste Religionsangehörige. Neben Buddhisten, Katholiken und Muslimen finden sich auch eine Vielzahl an kleineren Religionen, wie zum Beispiel auch der Caodaismus und Hòa Hảo.
Hauptanbaufrucht auf den fruchtbaren Schwemmlandboden ist der Reis, der aufgrund des ganzjährigen günstigen Klimas und des ausreichend zur Verfügung stehenden Wassers insgesamt drei Ernten liefert. Das Mekongdelta wird deshalb auch als Reiskammer Vietnams bezeichnet. Zudem werden dort tropische Früchte, Gemüse, Zuckerrohr und Kokosnüsse angebaut. Auch der Fischfang spielt eine große Rolle.